Mal drüber, mal drunter: Bahn- und Kraftverkehr in Bensheim

Diese Tage erscheint die 87. Ausgabe der Mitteilungen des Museumsvereins Bensheim: Es erwartet die Leserinnen und Leser wieder ein buntes, informatives und unterhaltsames Potpourri aus Regionalgeschichte und Denkmalpflege.

Der Titelbeitrag kommt diesmal von Dieter Rogalli, der sich in einem Streifzug durch die Jahrhunderte mit den Änderungen, Wirrungen und Segnungen der Straßen im Westen des alten Stadtkerns Bensheims befasst. Es geht um technische, politische und bauliche Prozesse, die von Entwicklung, Veränderung, Neuanlage, Rückbau, Entwirrung und schließlich Einweihung des Bereichs östlich und westlich der Bahnlinie mit Schwerpunkt auf der Abzweigung Wormser Straße handeln. Also ein starkes Stück Bensheim.

Ein weiteres Fundstück aus dem Stadtarchiv präsentiert dessen Leiterin Claudia Sosniak: das Protokollbuch der „Siedlergemeinschaft“ Bensheim. Das Fundstück enthält viele Fotos von der Siedlerkerb aus den 1950ern. Einige davon sind im Heft abgedruckt. Hier sind Sie, die Leserinnen und Leser, aufgefordert, zu helfen: Wer erkennt sich auf den Bildern? Das Stadtarchiv freut sich über Rückmeldung.

Den Faden zur Erforschung der Stadtwerdung und Stadtbefestigung Bensheims (vgl. Mitteilungen Nr. 84 und 86) nimmt Prof. Karl Härter wieder auf und bietet einen wichtigen Beitrag zur weiteren Reflexion und Aufhellung des Themenfeldes.

Ein Kleinod lokaler oral history, also ein Zeitzeugenbericht, ist der Beitrag von Willi Heil, über seine Kindheit in Port Arthur 1929 bis 1936. Er vermittelt die Lebenswelt eines Kindes in einer Zeit, die für die meisten lebenden Bensheimer nicht mehr greifbar ist und Sozial- wie Lokalkolorit aus dem Westen Bensheims.

Eine Reihe, die es schon einmal in den Mitteilungen gab, wird in diesem Heft wieder aufgenommen: die Suchbilder. Wie gut kennen Sie Bensheim? Wo findet sich das Gebäude, das Detail, die Situation, die wir als Fotographie vorstellen? Weiter hinten im Heft kommt dann die Auflösung.

Im November fand erfolgreich die Ausstellung des Museumsvereins und der Metzendorfgesellschaft im ehemaligen Kaufhaus Krämer am Marktplatz statt, die sich mit der Geschichte des Gebäudekomplexes und seiner Nutzung als Kaufhaus befasste. Eva Bambach berichtet von der Ausstellung und ihrer Vorgeschichte.

Und schließlich führt Klaus H. Jöckel seine Betrachtung der Denkmalrestaurierung in der Zeller Straße fort.

Mitglieder des Vereins erhalten das Heft wie üblich per Post – für alle anderen Interessierten liegt es an den bekannten Stellen in der Stadt aus: der Tourist-Information, dem Museum, dem Rathausfoyer, der Stadtbibliothek, dem Stadtarchiv und dem Institut für Personengeschichte. Wer sich entschließt, Mitglied im Museumsverein Bensheim mit seiner über 100-jährigen Tradition zu werden und somit das Heft bequem zugeschickt zu bekommen, findet im Heft die Beitrittserklärung.

(14. Januar 2023)

Ausstellung des Museumsvereins Bensheim über das Kaufhaus Krämer

Gebäudekomplex am Marktplatz ist am 11. und 12. November für Besucher geöffnet – Führungen und Ausstellung

Ehemaliges Kaufhaus Krämer (Bild: Thomas Neu)

Schon seit einiger Zeit beschäftigen sich im Auftrag der MEGB (der Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Bensheim) zwei ortsansässige Architekten mit der Entwicklung eines Nutzungskonzepts für den Gebäudekomplex zwischen Marktplatz und Schuhgasse, in dem bis ins Jahr 2003 das Kaufhaus Krämer firmierte. Im Zuge dessen wurde eine Untersuchung der Räumlichkeiten durchgeführt. Nach Jahrzehnten wurden die Gebäude des Ensembles entrümpelt, ihre Substanz geprüft und vermessen.

Zur Recherche und Aufbereitung, welche Aufgaben diese Gebäude im Herzen der Stadt über die Jahrhunderte erfüllt hatten, wandte sich die MEGB um Unterstützung an den Museumsverein Bensheim und die Metzendorfgesellschaft. Am Freitag, den 11. und Samstag den 12. November 2022 ist nun Gelegenheit, in den Räumen des ehemaligen Kaufhauses eine Ausstellung des Museumsvereins Bensheim und der Metzendorfgesellschaft zur Geschichte der hier einst angesiedelten Kaufhäuser zu besuchen. Außerdem sind Grundlagen für die weitere Projektentwicklung des Gebäudeensembles sowie das Ergebnis aus dem Architekten-Workshop ausgestellt, ferner die Bestandspläne und Materialien, die zur Entwicklung eines Namens für das Ensemble herangezogen wurden.

Gleichzeitig kann fast der gesamte Gebäudekomplex besichtigt werden. Dazu werden von der MEGB geführte Rundgänge durchgeführt. Zu verstehen sind die dabei zu sehenden, geradezu labyrinthischen Strukturen, wenn man in der Ausstellung den Werdegang des aus fünf Häusern bestehenden Komplexes verfolgt: In der nach einer Pulverexplosion des Jahres 1822 auf den mittelalterlichen Kellern komplett neu gebauten Häuserzeile (aufbereitet in den „Mitteilungen“ des Museumsvereins Nr. 84, 2. Halbjahr 2021) hatte sich aus einem Manufakturwarenladen schon im 19. Jahrhundert ein Kaufhaus entwickelt, wegen dessen steigendem Platzbedarf im Lauf der Zeit benachbarte Häuser hinzugekauft und entsprechend umgestaltet wurden. So entwickelten die wechselnden Inhaber in der begehrten Lage am Marktplatz eine Kultur des Einkaufens, die seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ganz Europa erfasst hatte.

Für Generationen von Bürgerinnen und Bürgern war das Kaufhaus am Marktplatz erste Adresse für den Einkauf von Kleidung und Wohntextilien und noch heute gibt es ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich noch gut an ihre Zeit im Kaufhaus Krämer erinnern – davon zeugt in der Ausstellung auch das Tondokument eines ehemaligen Mitarbeiters.

Für den Besuch der Ausstellung und die in halbstündigen Abständen terminierten Führungen wird darauf hingewiesen, dass eine Anmeldung erforderlich ist, die per E-Mail an: info@megb.de gerichtet werden kann. Die Führungen finden am Freitag (11. November) zwischen 12 und 16 Uhr und am Samstag (12. November) zwischen 10 und 14 Uhr statt. Nach derzeitigem Stand muss bei den Führungen eine FFP2-Maske getragen werden.

Unsere Pfarrkirche im Wandel der Zeit

Vortrag mit Rudolf Schmitt am Dienstag, den 11. Oktober 2022.

Die Stadtpfarrkirche Sankt Georg ist einer der Identifikationsorte der Stadt. Das viertürmige Gotteshaus steht auf dem höchsten Punkt der Altstadt – wo schon seit Urzeiten eine Kirche stand.

Kath. Kirche St Georg 2009
Kath. Kirche St Georg

Rudolf Schmitt vom Museumsverein, der bei den Senioren der Gemeinde Sankt Georg schon mehrmals mit lokalhistorischen Vorträgen zu Gast war, wird am Dienstag, den 11. Oktober 2022 auf die Entstehungsgeschichte und die Anfänge bis zur Zerstörung gegen Ende des Zweiten Weltkrieges beschreiben. Im zweiten Teil der Veranstaltung erläutert Ilke Woißyk den Wiederaufbau ab 1948 und zeigt auch Bilder der Kirche aus neuester Zeit. Beginn ist um 14.30 Uhr im Pfarrzentrum St.Georg. Gäste sind willkommen. Es gelten die aktuellen Hygienevorschriften.

Den bericht aus dem Bergsträßer Anzeiger vom 18. Oktober 2022, der sich mit dem Vortrag befasst, finden Sie hier verlinkt.

Das „alte Bensheim“ – wie es gar nicht war

Etwas später als gewohnt erscheint in diesen Tagen das 86. Heft der „Mitteilungen“ des Museumsvereins Bensheim. Es bietet ein breites Spektrum an Information und Unterhaltung zur Regionalgeschichte und Denkmalpflege in Bensheim.

Im Titelbeitrag stellt Klaus H. Jöckel den Stadtbaumeister Philipp Mer(c)k (1843 – 1933) nicht nur kenntnisreich und umfassend vor, sondern setzt sich kritisch mit seinem Wirken zur Rekonstruktion des „alten Bensheim“ und dessen Folgen, die sich bis heute zeigen, auseinander. Reiches Bildmaterial macht das Anliegen und die Ergebnisse der Untersuchung deutlich.

Ein „Fundstück aus dem Stadtarchiv“ stellt Claudia Sosniak vor, das an ein nicht umgesetztes Projekt erinnert, das damals in Bensheim für Aufsehen gesorgt hat: Die Seilbahn zum Auerbacher Schloss.

Der Bericht eines Reisenden aus den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts ist Gegenstand eines Beitrags von Alexander Wick. Johann Andreas Demian beschreibt das damalige Bensheim – mit allen Vor- und Nachteilen, die eine solche Bestandsaufnahme durch Außenstehende hat: Einerseits beschreibt er nüchtern, was er vorfindet – was auch manchmal schmerzhaft für die stolzen Einwohner sein kann. Andererseits liegen teilweise Beobachtungen und Interpretationen durch die mangelnde Kenntnis der lokalen Gegebenheiten so weit daneben, dass der Bericht dort, wo es nottut, kommentiert wurde.

Abgeschlossen wird das Heft mit der Vorstellung des aktuellen Falls einer Totalrenovierung eines denkmalgeschützten Anwesens in der Zeller Straße – eines Häuschens, das wohl alle Bensheimer kennen und dessen allmählicher Verfall endlich gestoppt wurde.

Mitglieder des Vereins erhalten das Heft wie üblich per Post – für alle anderen Interessierten liegt es an den bekannten Stellen in der Stadt aus: der Tourist-Information, dem Museum, dem Rathausfoyer, der Stadtbücherei, dem Stadtarchiv und dem Institut für Personengeschichte. Wer sich entschließt, Mitglied im Museumsverein Bensheim mit seiner über 100-jährigen Tradition zu werden und somit das Heft bequem zugeschickt zu bekommen, findet im Heft eine Beitrittserklärung – der Museumsverein freut sich über „Zuwachs“.

(31. August 2022)

Museumsverein bei der Eröffnung der Keltenausstellung im Museum Bensheim

Einige Exponate der Ausstellung

Am Sonntag, den 17. Juli 2022 war die Eröffnung der Keltenausstellung im Museum der Stadt Bensheim im Rahmen des Programms „Kelten Land Hessen – die Kelten an der Bergstraße“. Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich die Gäste aus Bürgerschaft, Politik und Wissenschaft zu einer kleinen Feier. Grußworten der Bürgermeisterin von Bensheim, Christine Klein, Peter Steffens vom Landesamt für Denkmalpflege und einer kleinen Einführung durch Museumsdirektor Christoph Breitwieser, der einige Gäste aus einschlägigen Forschungsfeldern begrüßen konnte, folgte die Erkundung der Ausstellung, die aus lokalen Funden aus der Keltenzeit bestehen. Exponate aus Bensheim und Umgebung, so aus Heppenheim, Lampertheim und Einhausen lassen klar den regionalen Bezug erkennen, der in einen breiteren Kontext eingeordnet wird.

Der Museumsverein war mit vielen Interessierten aus Mitgliedschaft und Vorstand vertreten, sodass jenseits der Besichtigung im Hof des Museums bei Wein, Sekt und herzhaften Knuspereien Gespräche geführt wurden und alte Bekannte sich wieder einmal getroffen haben.

Einige der anwesenden Mitglieder des Museumsvereins bei der Ausstellungseröffnung

 

Mitgliederversammlung 2022 im Bürgersaal der Weststadthalle

(Bildquelle: echo-online.de)

Ein Bericht von Eva Bambach

Die Jahreshauptversammlung 2022 des Museumsvereins Bensheim wurde am Donnerstagabend mit rund zwanzig Teilnehmern erstmals im Bürgerraum der Weststadthalle abgehalten. Der Vorsitzende Klaus Jöckel berichtete über die in den zurückliegenden Monaten unter dem Eindruck der Pandemie reduzierte Arbeit des Vereins, die im Vorstandsbereich jedoch fortgeführt wurde. So wurde im Archiv die Ausstattung verbessert und die Bestände und Nachlässe konnten durch das besondere Engagement von Rudolf Schmitt, Dieter Rogalli und Dieter Hilverkus systematisch erfasst werden. Auch künftig werde der Verein dankbar für jegliche Bensheim betreffenden Fotos, Bücher oder Broschüren sein, die er entsprechend sichten und gegebenenfalls auch an das Stadtarchiv weiterleiten werde, erklärte Jöckel.

Band 84 und 85 der gedruckten Mitteilungen erschienen im Berichtszeitraum, Band 86 wird mit leichter Verzögerung demnächst veröffentlicht, unter anderem mit einem Bericht über eine projektierte Seilbahn zum Auerbacher Schloss. Der Schriftleiter der Mitteilungen Manfred Berg hatte nach mehr als 25 Jahren zum 1. Juni sein Amt niedergelegt, seine Nachfolge tritt Professor Alexander Wick an. Vereinsmitglied Professor Karl Härter dankte dem ausgeschiedenen und nicht anwesenden langjährigen Schriftleiter und ehemaligen Stadtarchivar, der die Qualität der Mitteilungen auf ein Niveau gehoben habe, das im südhessischen Raum zur Kenntnis genommen worden sei. Der Vorsitzende Jöckel machte darauf aufmerksam, dass die Fortführung der Schriftleitung im Ehrenamt neben dem Beruf erfolge und die Ansprüche entsprechend anzupassen seien.

Der neue Schriftleiter Wick kündigte sanfte inhaltliche Umgestaltungen der Mitteilungen an. Neben die langen, tiefgehend recherchierten Artikel sollen auch kürzere Beiträge und verstärkt Bilder treten, insgesamt sollen auch unterhaltende Aspekte wieder stärker beachtet werden. Anregungen zum Inhalt von Seiten der Mitgliederversammlung waren, von Zeitzeugen selbst verfasste Texte oder eine Serie zu bekannten Bensheimer Persönlichkeiten aufzunehmen. Wick betreut außerdem die Homepage des Vereins und sucht noch nach Mitstreitern.

In der Vereinsarbeit wolle man künftig den Fokus wieder auf das Thema Denkmalschutz und Denkmalpflege legen, sagte der Vorsitzende. Man stehe dabei im Kontakt mit der Denkmalbehörde in Heppenheim. Ein Beispiel zeigte Jöckel anhand von Fotos des derzeit in Renovierung befindlichen Fachwerkhauses in der Zeller Straße 10. Hier waren vor Jahrzehnten Zierelemente aus Eiche eingebaut worden, die aus dem Abriss des Mespelbrunner Hofs stammten und sich heute durch einen besseren Erhaltungszustand auszeichnen als die im Rest des Hauses verbauten Weichholzbalken. Der für die Innenstadt ungewöhnliche Vorgarten des Hauses sei der Rest einer engen Gasse, die dem Verlauf der ehemaligen Stadtmauer gefolgt sei, sagte Jöckel.

Den Kassenbericht legte Alois Hillenbrand vor, der als Kassierer Romy Wolf abgelöst hatte. Einnahmen generierten sich unter anderem aus Mitgliedsbeiträgen, Annoncen in den Mitteilungen und Zuschüssen, Ausgaben betrafen im Wesentlichen Investitionen in die Archivausstattung und Druckkosten. Hillenbrand berichtete auch über die von ihm vorgenommene Umstellung der Kassenführung auf Excel. Die Kassenprüfer Holger Steinert und Lothar Rumrich attestierten eine einwandfreie Kassenführung, die Entlastung des Vorstands erfolgte daraufhin einstimmig.

Ebenfalls einstimmig wurde Hillenbrand von der Versammlung als Kassierer in den Vorstand gewählt. Ohne Gegenstimme und Enthaltung erfolgte die Wahl der Kassenprüfer Holger Steinert und Lothar Rumrich, mit einer Enthaltung zu Ersatzkassenprüfern bestimmt wurden Gisela Shariff und Gottfried Zillig.

Von der aktuellen Zusammenarbeit eines Arbeitskreises des Vereins mit Mitgliedern der Metzendorfgesellschaft berichtete Dieter Rogalli. Es geht um eine Ausstellung in den Räumen des ehemaligen Kaufhauses Krämer, die voraussichtlich Ende August Führungen der MEGB für interessierte Bürger unterstützen soll und die Geschichte des Ensembles seit der großen Pulverexplosion am Marktplatz im Jahr 1822 nachzeichnet.

Seit der pandemiebedingten Pause leitet Ursula Mehregan Angebote befreundeter Vereine per E-Mail und per Post an die Mitglieder weiter. Nun soll organisiert von Holger Steinert auch der eigene Exkursionsbetrieb wieder starten, zunächst mit der Fahrt einer Kleingruppe nach Ladenburg, wo nicht nur die römischen Reste, sondern auch das Benz-Museum auf dem Programm stehen werden.

Ein von Rudolf Schmitt gestaltetes Bilderrätsel mit Detailaufnahmen aus der Innenstadt sorgte für einen geselligen und lebhaften Ausgang der Mitgliederversammlung.

700 Jahre Stadtrechte Bensheim – Sendung der Stadt Bensheim

Die im Stadtarchiv aufbewahrte Urkunde von 1320 (Foto: Thomas Zelinger)

Im Jahr 1320, also vor über 700 Jahren, wurden in einer Urkunde vom Erzbischof von Mainz, Peter von Aspelt, die Stadtrechte Bensheims bestätigt. Diese Urkunde ist die älteste, die Bensheim als Stadt charakterisiert.

Die Corona-Pandemie verhinderte ein entsprechendes Festprogramm in der Stadt, aber mit einer im Parktheater Bensheim aufgezeichneten digitalen Sondersendung erinnert die Stadt Bensheim unter der Federführung des Stadtarchivs an das Jubiläum.

In der Aufzeichnung aus dem Jahr 2021 bereitet Jurist, Historiker und Archivar Prof. Dr. Johannes Friedrich Battenberg die Historie der Stadt ausführlich auf. Mit vor der Kamera steht der Bensheimer Klaus H. Jöckel vom Museumsverein Bensheim, der sich intensiv mit der Stadtbefestigung der Stadt Bensheim beschäftigt und der hier seine Erkenntnisse erstmals öffentlich präsentiert.

Während der gut 45 minütigen Sendung werden historische Dokumente, wie Urkunden, Stadtpläne, alte Zeichnungen, Fotos eingeblendet und erläutert.

Hier finden Sie den Link zur Sendung: 700 Jahre Stadtrecht Bensheim.

Ausstellung über Kaufhaus Krämer – Material gesucht

Für die Gestaltung einer Ausstellung zum ehemaligen Textilkaufhaus Krämer sucht der Museumsverein Bensheim noch Bilder, Gegenstände und Berichte von Zeitzeugen.

Interessant sind Fotos und andere Abbildungen aus allen Phasen des Kaufhauses, bis in die jüngere Zeit hinein. Ob Schaufenstergestaltung, Dokumente besonderer Aktionen oder Innenaufnahmen.

Vielleicht gibt es auch noch den einen oder anderen Kleiderbügel, Kassenbon oder Werbeartikel, der die Geschichte des Bensheimer Traditionshauses illustriert.

Alles, was helfen kann, daran zu erinnern, was „den Krämer“ für die Bensheimer ausgemacht hat, ist willkommen.

Der Museumsverein Bensheim freut sich über Zuschriften per eMail unter mvb.vorstand@web.de.

Die Einweihung der Knabenschule 1843

Ungeduldig erwartet wurde die 85. Ausgabe der „Mitteilungen“ des Museumsvereins Bensheim – nun liegt sie vor. Rudolf Schmitt beendet damit seine Reihe über die Geschichte der Glocken in Bensheim und seinen Stadtteilen. Er beschreibt in dem reich illustrierten Aufsatz nicht nur die Sakralbauten, sondern führt in diesem dritten Teil auch die Glocken weltlicher Einrichtungen auf.

Die Einweihung der Bensheimer Knabenschule am 27. September 1843 ist Inhalt eines Beitrags zur hiesigen Schulgeschichte von Franz Josef Schäfer. Insbesondere bei der Betrachtung des fast zweihundert Jahre zurückliegenden Schulalltags fällt auf, „dass manche Empfehlungen an Schüler, Eltern und Lehrer auch heute noch Gültigkeit haben“.

Bei der letzten Mitgliederversammlung wurde ein neuer Vorstand gewählt und eine überarbeitete Satzung verabschiedet, deren Neufassung ebenfalls abgedruckt wurde. In einem Grußwort stellt sich der neue Vorsitzende Klaus H. Jöckel vor. Er skizziert darin auch neue Aufgaben und Perspektiven des Traditionsvereins.

Mitgliedern wird die Vereinsschrift zugestellt. Ansonsten liegt sie wieder wie gewohnt in der Tourist-Info, im Rathausfoyer und im Museum aus, kleine Spenden werden gerne entgegengenommen. Die beiden ersten Beiträge zur Geschichte der Bensheimer Glocken sind in den Ausgaben Nr. 81 und 82 erschienen und können gegen einen angemessenen Kostenbeitrag unter info@museumsverein-bensheim.de bei Schriftführer Rudolf Schmitt angefordert werden.