Infrastruktur in Bensheim: Wirtschaftshöfe – Schwimmbäder – Müllabfuhr
Es ist wieder soweit: Am 30. Januar 2026 sind die neuen „Mitteilungen“ erschienen. Ein buntes Sortiment von Beiträgen erwartet die interessierten Leser.
Eine wichtige Aufgabe in Gemeinwesen ist es, Infrastruktur zu entwickeln und zu unterhalten. Das ist teuer, wir werden daran derzeit wieder beim Blick auf unsere Grundsteuerbescheide erinnert. Diesmal geht es auch in unseren Mitteilungen viel um Infrastruktur. Beispiele aus unterschiedlichen Zeiten illustrieren Organisation, Finanzierung und Umsetzung infrastruktureller Maßnahmen.
Zunächst geht es bei Rudolf Schmitt um die Schwimmbäder, die den Bensheimer Bürgern zur Verfügung standen und stehen – ein Kostenfaktor wohl, aber auch eine wichtige gesundheitliche und soziale Einrichtung. Dann wirft Klaus H. Jöckel den Blick auf mittelalterliche Wirtschaftshöfe in Bensheim begüterter adliger Familien und Herrschaften, die alten Adelsschaffnereien, deren viele es hier gab und die sowohl für die Besitzer als auch für die Stadt wichtige Funktionen hatten. Schließlich bringt uns Claudia Sosniak als Fundstück aus dem Stadtarchiv den bemerkenswerten politischen, verwaltungstechnischen und stadtgesellschaftlichen Prozess bei der Einführung der Bio-Mülltonne in Bensheim nahe – Müllentsorgung ist übrigens ein Thema, das in Bensheim seit Jahrhunderten Niederschlag in den städtischen Dokumenten findet.
Ferner lässt Ursula Mehregan in einem Interview ihren Blick über fast 90 Jahre in Bensheim und an anderen Orten in der Welt schweifen. Pia Ritzert bietet uns eine packende Betrachtung ehrenamtlicher Tätigkeit im Dienst der Auflösung lokalgeschichtlicher
Rätsel – spannender als jeder Krimi. Und Claudia Sosniak stellt uns die Lebensgeschichte eines Gewerbetreibenden vor, der in Bensheim das Kino Apollo-Theater betrieb, an das sich bestimmt viele unserer Leserinnen und Leser noch erinnern.
Daneben wieder Berichte über Vereinsaktivitäten und das beliebte Suchbild.
Vereinsmitglieder erhalten das Heft per Post, für die anderen Interessierten liegt es wieder an den üblichen Stellen in Bensheim und Auerbach aus, so in der Touristinfo, dem Stadtarchiv, der Post in Auerbach usw.










„Zu Fuß durch zwei Jahrtausende“, unter diesem Motto machte eine Exkursionsgruppe des Museumsvereins einem zweieinhalbstündigen geführten Stadtmauerrundgang in Worms.


Wieder kommt ein breites Spektrum an lokalgeschichtlichen Themen zu den interessierten Leserinnen und Lesern: Es geht um


Nach der Mittagspause erkundeten die einen Teilnehmer weitere Teile der Altstadt in Eigenregie, während die anderen die Brauerei Faust besuchten und an einer eineinhalbstündigen Erlebnisführung dort teilnahmen. Auf dem Weg vom und zum Busparkplatz konnten die Besucher aus Bensheim noch ein Kuriosum bestaunen, nämlich den Staffelbrunserbrunnen von 2006, ein Kunstwerk der besonderen Art, dessen Name auf den Spitznamen der Miltenberger zurückgeht und drei Männer sehr authentisch beim „Wasserlassen“ zeigt und ein beliebtes Fotomotiv für Jung und Alt darstellt. Es war wieder eine schöne Fahrt und wir freuen uns schon auf unsere nächsten Touren: im Juli nach Worms zu einem Stadtmauerrundgang und im September wieder eine Tagesfahrt nach Oppenheim mit seiner Burg, dem Kellerlabyrinth, dem Stadtmuseum und der malerischen Altstadt.
Wieder ist ein Jahr ins Land gezogen, für die Stadt Bensheim klang es mit großen finanziellen Schwierigkeiten düster aus. Aber Bensheim kennt als Stadt das helle Licht ebenso wie den dunklen Schatten – der Museumsverein bewahrt die Erinnerung an beides, indem wir den Blick auf unsere Stadt werfen, die lokale und regionale Geschichte und Denkmalpflege, ihre Entwicklung erforschen und in den „Mitteilungen“ dokumentieren.
Nach dieser exklusiven Führung gab es einen kleinen Festakt im unteren Stadtparkt, bei der ein Kranz niedergelegt wurde für den Obristen. Die Bensheimer Bürgerwehr zollte mit einer Abordnung Respekt, die Fraa vun Bensem, deren Sage ebenfalls im Kontext dieser Erstürmung fiel, richtete Worte an die Gäste und diese schossen mit Ihren Musketen einen dreifachen Salut, der den Stadtpark mit Knall und Rauch erfüllte. Den Kranz brachten wir vom Museumsverein dann im Mollerpavillon unter, damit er dem Wetter und anderen Gefahren weniger ausgesetzt ist. Ein paar Bilder von der Veranstaltung illustrieren das Event, das fast auf den Tag 380 Jahre nach der Erstürmung Bensheims durch die Baiern im Dreißigjährigen Krieg im November 1644 stattfand: 


